Borovany

Auf dem Territorium der Stadt liegt Trocnov, die Geburtsstätte des berühmten Hussitenheerführers Jan Žižka († 1424).

Offizieller Web der Stadt: www.borovany-cb.cz

Borovany (Forbes) kann sich rühmen, dass aus seinem Stadtgebiet der berühmte, gefürchtete Feldherr der Hussiten Jan Žižka hervorging. Er wurde der Überlieferung nach auf dem Gehöft Trocnov unter einer Eiche geboren. Das Militär-Genie Žižka führte die Hussiten von Sieg zu Sieg und König und Reich konnten ihm keinen adäquaten Feldherrn entgegensetzen.

Denkmäler in Trocnov und Borovany erinnern an Jan Žižka. Trocnov ist nationales Kulturdenkmal.

Feierlichkeiten und Veranstaltungen

Der Volkstradition nach wurde Jan unter einer Eiche des freien Trocnover Gehöftes geboren, als die Mutter bei der Feldarbeit von einem Gewitter überrascht wurde. Er suchte seinen Unterhalt als Söldner in verschiedenen Militärdiensten. Dabei lernte er die Kampfstrategie, die er erfolgreich in der Hussitenzeit anwendete, vor allem die Verbindung von Fußvolk und Artillerie und den Einsatz der beweglichen Wagenburg. Nach Südböhmen kehrte Jan Žižka erst als Hauptmann der Hussitentruppen zurück. Es ist jedoch nicht bekannt, ob er in dieser Zeit auch seine Geburtsstätte Trocnov besuchte.

Trocnover Hof

Das eigentliche Gehöft Trocnov wechselte später einige Male seine Besitzer. Zuletzt war es im Besitz von Oldřich aus Dvorec, der es 1484 ans Augustinerkloster in Borovany verkaufte. Das Kloster hatte die Aufgabe, die immer noch lebendigen Hussitenideen der hiesigen Bevölkerung zu unterdrücken. Um die Erinnerungen an Žižka auszurotten, ließ der Propst Konrad Fischer 1682 die berühmte Eiche fällen und an deren Stelle die Kapelle „Johannes der Täufer" bauen. 1785 wurde das Kloster im Auftrag Josephs II. aufgelöst, und sein Vermögen zusammen mit Trocnov kaufte 1787 Josef Schwarzenberg.

Jan Žižka-Denkmal

In der 2. Hälfte des 19. Jhs. entstand die Idee, ein Denkmal für Jan Žižka in Trocnov zu errichten. Zu diesem Zweck wurde ein Verein gegründet, aber der Besitzer von Trocnov war mit der Realisierung des Entwurfs nicht einverstanden. Deshalb wurde das Žižka-Denkmal 1893 in Borovany enthüllt.

Erst 1908 gab Adolf Schwarzenberg dem öffentlichen Druck nach und ließ die Stelle von Žižkas Geburt mit einem steinernen Denkmal versehen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden hier bei einer archäologischen Forschung von Dr. Jan Petřík Reste eines der ursprünglichen Gehöfte entdeckt. 1923 wurde Trocnov in staatlichen Besitz übertragen. Die weitere Untersuchung der Gehöfte von Trocnov wurde vom Archäologischen Institut ČSAV 1956 vorgenommen. In dieser Zeit wurde das ganze Gelände großflächig restauriert und 1960 das 14 Meter hohe Jan-Žižka-Granitdenkmal von Prof. Josef Malejovský enthüllt. Prunkvolle Feierlichkeiten fanden in Tocnov zum 550. und 555. Todesjahr Žižkas statt.

Das Naturgelände ist der Öffentlichkeit zugänglich. Während der Sommersaison ist hier ein kleines Hussitenmuseum geöffnet, und es finden verschiedene Kulturprogramme statt. 1978 wurde Trocnov zum Nationalkulturdenkmal erklärt.

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