Städtisches Fest „ROSA“

Das traditionelle städtische Fest greift meistens die hussitische Zeit auf, wann angeblich die Bewohner den Feldherrn Žižka besiegt haben.
schedule
Freitag  17. Juni  2022 ab  00.00
Sonntag  19. Juni  2022 bis  00.00
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Das Fest "ROSA" folgt der Tradition eines religiösen Festes, das wahrscheinlich Ende des 17. Jahrhunderts entstand und regelmäßig jedes Jahr zu Ostern stattfand. Der Grund für diese Feier war der angebliche Sieg über Žižka im Jahr 1420.

Der Legende nach beschloss Žižka in der Nacht vor Ostern, die katholische Stadt Sedlčany anzugreifen, und schickte einen Boten nach Benešov, damit die Einwohner von Benešov mit ihrem Heer nach Sedlčany marschierten und die Stadt zur festgesetzten Stunde mit ihm angriffen. Der Bote verirrte sich jedoch, und statt nach Benesov kam er nach Sedlčany, wo er sich am richtigen Ort wähnte und seine Botschaft überbrachte. So verriet er die geplante Aktion. Die Einwohner von Sedlčany konnten sich auf den Angriff vorbereiten und besiegten Žižka in einer Schlacht in der Nähe der befestigten Kirche St. Martin "im Morgentau". Die erschlagenen Hussiten wurden dann neben dem Friedhof in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt, über dem sich noch ein Steinkreuz mit der Jahreszahl 1728 befindet.

Das Fest wurde 1789 durch die Intervention des Dekans Antonín Tischler verboten, weil sie als Krawall bezeichnet wurde und es zweifelhaft war, den Sieg über Žižka zu feiern, der keine Niederlagen erlitten hatte.

Die Tradition der historischen "ROSA"-Feierlichkeiten wurde 1990 wieder aufgenommen. Seit 1994 findet es regelmäßig als Stadtfest "ROSA" im Monat Juni statt.

SEDLČANY UND HUSSITEN

Das städtische Fest „ROSA" knüpft an die Tradition der religiösen Feierlichkeiten, die vermutlich seit dem Ende des 17. Jahrhunderts regelmäßig in der Osterzeit stattfanden. Die Bürger/innen der Stadt versammelten sich um Mitternacht auf dem Berg Cihelný und warteten betend auf die Frühe. Morgen um 9 Uhr begab sich der Umzug mit Feldtrompetten- und Trommelbegleitung auf den Marktplatz zur Marienäule. Hier blieb der Umzug stehen und einer der Stadtbürger erinnerte an den Sieg über die Hussiten. Nach dem Fest begaben sich alle in die Kirche hin.
Anlass dieses Festes war der angebliche Sieg über den Feldherrn Žižka im Jahr 1420. Der Überlieferung nach solle sich Žižka entscheiden, Sedlčany in der Nacht vor Ostern zu überfallen. Er schickte einen Boten nach Benešov, die hussitische Stadt sollte auch mit ihrer Armee zu Sedlčany ziehen und zu bestimmter Stunde zusammen mit den Hussiten die Stadt angreifen.  Der Bote verlief sich jedoch, langte statt in Benešov in Sedlčany ein und dachte, er sei im richtigen Ort. Er richtete die Botschaft aus und verriet dadurch den beabsichtigten Plan. Die Bürger der Stadt Sedlčany konnten sich so auf den Angriff vorbereiten und besiegten Žižka in der Schlacht an der befestigten Kirche des hl. Martin, „bei dem Tau". Die getöteten Hussiten wurden dann in ein Grab neben dem Friedhof bestattet, über dem sich bis heute ein Steinkreuz mit der Jahreszahl 1728 befindet.
Weil es während des Festes Ausschreitungen gab und es fraglich war, den Sieg über Žižka zu feiern, der nirgendwo beschlagen wurde, wurde das Fest "ROSA" 1789 infolge der Intervention des Dekans Antonín Tischler verboten. Die Tradition des historischen Festes „ROSA" wurde 1990 wiederbelebt. Seit dem Jahr 1994 findet  das städtische Fest "ROSA" regelmäßig im Juni statt.

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